Flagge: englisch Home Kontakt Links Downloads Site Map Suche
Logo: Innovatives Niedersachsen Logo: ADT

Bürokratieabbau in Braunschweig – Stärkung des Mittelstandes

 

08.10.2004

Welcher Unternehmer hat sich nicht schon einmal über bürokratische Hindernisse geärgert? Dies soll in Zukunft vermieden werden. Die Stadt Braunschweig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH haben es sich zur Aufgabe gemacht, bürokratische Hemmnisse für Braunschweiger Unternehmen abzubauen.

Die Aktivitäten werden durch die Projektgruppe „Bürokratieabbau“ unter Beteiligung des Baureferats sowie der BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH koordiniert. Wesentliche Aufgabe der Projektgruppe ist es, in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Kreishandwerkerschaft Braunschweig sowie dem Arbeitgeberverband Region Braunschweig und der DGB Region SüdOstNiedersachsen eine Umfrage zur Interessenlage der Klein- und Mittelunternehmen in der Stadt durchzuführen. Ziel ist es, den Mittelstand und das Handwerk effektiv zu unterstützen, zu stärken und das Serviceangebot der Stadt Braunschweig zu optimieren. Eine umfangreiche telefonische Repräsentativbefragung von 500 Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung sowie Interviews mit Schlüsselpersonen in ausgewählten Institutionen, Ämtern und Bildungsstätten sollen ab Oktober Aufschluss über bürokratische Hindernisse und Verbesserungsmöglichkeiten geben.

Motivation für diese Befragung ist die Bewerbung der Stadt Braunschweig für das Projekt „Innovationsregionen für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung durch Deregulierung und Entbürokratisierung“. Dieses Projekt wird in Ergänzung der bereits angelaufenen „Initiative Bürokratieabbau“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung ab 2004 durchgeführt.

Die Komplexität der Unternehmerbefragung zum Bürokratieabbau und der damit zusammenhängenden Auswertung haben gezeigt, dass eine solche Umfrage in Braunschweig, soll sie zielgerichtet und ergebnisorientiert sein, nur durch ein objektives und professionelles Marktforschungsinstitut durchgeführt werden kann. So wurde die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) mit der Befragung von der BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH beauftragt. Die GMA verfügt bereits bundesweit über umfassende Erfahrungen im Bereich der kommunalen Wirtschaftsförderung. Vor dem offiziellen Start der Umfrage im Oktober wird im Rahmen eines Pretests die Akzeptanz und die Praktikabilität der Fragebögen in der Praxis geprüft. 20 Unternehmen werden vorab telefonisch befragt.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben der Stadt Braunschweig wurde von der GMA ein Befragungsbogen erarbeitet, der mittlerweile als Entwurf vorliegt. An der Erarbei-tung des Befragungskonzeptes und der Auswahl der Adressaten waren die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer, die Kreishandwerkerschaft Braunschweig sowie der Arbeitgeberverband Region Braunschweig und der DGB Region SüdOstNiedersachsen als wichtige Repräsentanten der Wirtschaft beteiligt. Im Mit-telpunkt standen hierbei die konkreten Erfahrungen der Mittelständler mit der städtischen Verwaltung bzw. mit deren Mitarbeitern bei der Bearbeitung ihrer Anliegen. Somit werden Fragen zur Beurteilung der Serviceangebote, zum Abbau von Hemmnissen sowie zur Gesamtzufriedenheit in den Interviews thematisiert. Die Angaben der Unternehmen bleiben jedoch anonym und werden streng vertraulich behandelt. Lediglich die aggregierten Daten sind zur Veröffentlichung bestimmt. Einzelne betriebs- und personenbedingte Daten werden der Stadt Braunschweig nicht zugänglich gemacht.

Von der Unternehmerbefragung erwarten die Stadt Braunschweig und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH detaillierte Aussagen zum Abbau von Hemmnissen für die mittelständische Wirtschaft und das Handwerk und damit zum Bürokratieabbau. In der Stadtverwaltung können dadurch weitere Maßnahmen zur Wirtschaftsfreundlichkeit abgeleitet werden. Die Ergebnisse der Befragung werden bis Ende des Jahres vorliegen, so dass mit der Umsetzung von Verbesserungen im Jahr 2005 begonnen werden kann.

Zum Thema „Bürokratieabbau im Braunschweig“ fand am 08.10.04 im Rathaus ein gemeinsames Pressegespräch mit Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann und Joachim Roth, Geschäftsführer der BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH, statt.