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Braunschweiger Wirtschaft lobt Ausgründung städtischer Gesellschaften

22.03.2005 

Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann fühlt sich auf seinem Kurs bestätigt, die städtische Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing aus der Verwaltung auszugliedern und in eigene, handlungsfähige Gesellschaften umzuwandeln. Dies hat das Marktforschungsinstitut Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) in einer repräsentativen Unternehmens- und Expertenbefragung als „besonders positiv“ hervorgehoben.

Durch Privatisierung ursprünglich städtischer Aufgaben sei es gelungen, Verwaltung und Wirtschaft enger zu vernetzen, faßten die Gutachter die Auffassung von Betrieben und Experten zusammen. Engagement, Fachwissen und unternehmerisches Denken der Mitarbeiter verschaffe den Gesellschaften Akzeptanz bei den Unternehmen. Die Professionalisierung komme der Vermarktung des Wirtschaftsstandortes Braunschweig zu Gute.

Die GMA bescheinigte der Stadt insgesamt besseres Verständnis für die Ansprüche der Wirtschaft. Die befragten Experten in Verbänden und Kammern hätten der Verwaltung attestiert, daß sie sich in den vergangenen Jahren um Bürokratieabbau und mehr Bürgerfreundlichkeit bemüht habe und diese Anstrengungen jetzt Früchte tragen.

Verhalten und Sachkompetenz der städtischen Mitarbeiter wird von der heimischen Wirtschaft positiv bewertet. Auf einer Skala von 1,0 bis 5,0 werden die Kriterien „Hilfsbereitschaft/Freundlichkeit“, „Zuverlässigkeit“, „Äußerlicher Gesamteindruck“ und „Fachkompetenz“ mit Durchschnittsnoten zwischen 2,2 und 2,3 eingestuft. Geringfügig schlechtere Ergebnisse gab es für die Kriterien „Informiertheit über Sachstand“, „Engagement/Einsatz“, „Schnelligkeit“, „Flexibilität“ und „Verständnis für Unternehmensbedürfnisse mit Einstufungen zwischen 2,3 und 2,7.

Aber in einigen Bereichen gab es eine eher durchschnittliche Beurteilung: Die Verfahrensdauer, die Beratungsleistung, die Rechtssicherheit, das Verständnis für Unternehmensbelange und die Zusammenarbeit der verschiedenen Dienststellen werden mit Noten zwischen 2,5 und 3,1 beurteilt. Diese Kriterien werten die Betriebe jedoch als besonders wichtig. „Dies ist ein Ansporn für uns, noch besser zu werden“, kommentierte der OB die Ergebnisse. Dabei reiche es nicht aus, daß Braunschweig im Vergleich mit Kommunen in Nordrhein-Westfalen besser abschneidet. Dies könne nicht der alleinige Maßstab sein. „Wir wollen noch besser werden und wir können es auch“, ist Hoffmann überzeugt.

Die GMA führte zwischen Oktober und Januar Telefoninterviews mit 500 örtlichen Unternehmen und Betrieben sowie persönliche Gespräche mit Experten bei Kammern und Verbänden.

„Die Untersuchung hat sich gelohnt“, lautet Hoffmanns Fazit. „Das Gutachten, das jetzt ausgewertet wird, hat wichtige Erkenntnisse geliefert.“ Die Stadt sei bei der Reform ihrer Verwaltungsverfahren auf dem richtigen Weg. Das GMA-Gutachten werde im Wirtschaftsausschuß am 15. April ausgiebig diskutiert. Dann werden die Verfasser anwesend sein und dem Ratsgremium Rede und Antwort stehen.