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Capical GmbH - Medizintechnik der Zukunft aus Braunschweig

Capical GmbH - Medizintechnik der Zukunft aus Braunschweig

Foto (v. l.): Henning Böge, Capical GmbH; Joachim Roth, BRAUNSCHWEIG Zukunft GmbH; Dr. Martin Oehler, Capical GmbH

Diese Firma ist in jeder Beziehung ein Braunschweiger Kind. Die Gründer sind alle drei ehemalige oder aktuelle Mitarbeiter der TU Braunschweig: Prof. Dr. Meinhard Schilling ist Leiter des Instituts für Elektrische Messtechnik, Dr. Martin Oehler sein ehemaliger Doktorand und auch Henning Böge ist Absolvent der TU.

Gemeinsam haben sie in Braunschweig das Produkt entwickelt, welches über die Capical GmbH vertrieben werden soll. Es handelt sich um ein neuartiges EKG-Gerät auf der Basis von so genannten kapazitiven Elektroden. Das bedeutet, dass kein elektrischer Kontakt zum Körper notwendig ist. Hierdurch kann auf derzeit eingesetzte Klebe- oder Saugelektroden verzichtet werden. Das Gerät muss nur auf den Oberkörper des Patienten aufgesetzt werden und schon kann die Messung erfolgen. Das Gerät funktioniert dabei vollkommen kabelfrei. Es ist unschwer vorstellbar, dass dies im Falle eines Herzinfarkts lebensrettende Zeit erspart.

Zunächst hatten die drei Räume bei der Projekt Region Braunschweig GmbH bezogen, nachdem sie den Ideen-Wettbewerb 2010 gewonnen hatten. Mittlerweile sind die Räume dort zu klein geworden, denn es sind zwei weitere feste Mitarbeiter eingestellt, und es wurde auch Platz für ein Labor und die Produktion benötigt. Eine gute Alternative war der Technologiepark Braunschweig, wo die Capical GmbH nun ihren Sitz hat. Joachim Roth, Geschäftsführer der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft GmbH, begrüßte Dr. Martin Oehler und Henning Böge diese Woche nun offiziell.

„Wir bleiben auf jeden Fall weiter in Braunschweig“, erklärt Henning Böge. „Das EKG-Gerät befindet sich nun in der Vorbereitung auf die medizinische Zulassung. Derweil entwickeln wir das Design, übrigens auch wieder mit einem Braunschweiger Büro.“

Joachim Roth: „Diese Unternehmensentwicklung ist schon beachtlich. Eine solche Firmengründung aus der TU Braunschweig heraus, mit einem vielversprechenden Produkt und in Kooperation mit Braunschweiger Unternehmen ist traumhaft und bestätigt auch den Kurs der Wirtschaftsförderung in Braunschweig. Die gut aufgestellten Netzwerke tragen auch in diesem Fall ganz wesentlich zum Erfolg bei.“