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In Braunschweig steigt seit Jahren die Zahl der Gewerbebetriebe und sinkt die Zahl der Insolvenzen

Seit Jahren wächst in Braunschweig die Zahl der Gewerbebetriebe und sinkt die Zahl der Insolvenzen. Für mich ist dies ein deutlicher Hinweis darauf, dass Braunschweig ein attraktiver Wirtschaftsstandort ist, der unternehmerischen Erfolg ermöglicht“, sagte Wirtschaftsdezernent Joachim Roth als er am Freitag, 16. März, dem Wirtschaftsausschuss die Gewerbestatistik präsentierte.

So hätten „Braunschweigs Unternehmen offenbar von der guten Konjunktur in Deutschland profitiert, denn im vergangenen Jahr seien nur 78 Unternehmen als insolvent gemeldet worden. „Das sind so wenige wie seit Gründung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Braunschweig Zukunft im Jahr 2002 nicht mehr“, berichtete der Wirtschaftsdezernent. 2002 waren 85 Unternehmen in Braunschweig insolvent, dann kletterte ihre Zahl 2004 auf 137, nahm dann mit 110 ab und stieg 2006 wieder auf 129 an. Roth: „Seither liegt die Zahl der Insolvenzen unter 100 und ist fast jedes Jahr gesunken. Bereits 2010 ist mit 79 nur eine geringe Zahl von Unternehmen zahlungsunfähig geworden. Es ist ein gutes Zeichen, dass diese Zahl jetzt noch einmal unterschritten wurde.“

Ende 2011 zählte die Stadt 18.059 Gewerbebetriebe, 120 mehr als 2011. Allerdings sank die Zahl der Gewerbeanmeldungen mit 1.869 (2010: 2.105) erheblich, während die Zahl der Gewerbeabmeldungen mit 1.749 (2010: 1.759) etwa konstant blieb. Damit machte die Zahl der Gewerbeanmeldungen nur ein gutes Drittel des Vorjahreswertes von 346 aus. „Der Trend ist in Braunschweig mit minus elf Prozent noch stärker ausgefallen als im niedersächsischen Durchschnitt von minus 6,9 Prozent. Ich führe dies auch darauf zurück, dass der Markt in Braunschweig gut besetzt ist“, folgerte der Wirtschaftsdezernent. Die Zahl der Gewerbebetriebe sei von 14.151 im Jahr 2002 kontinuierlich auf 17.939 gestiegen.

In nahezu allen Wirtschaftszweigen sei 2011 ein leichter Rückgang der Gewerbeanmeldungen verzeichnet worden, so Roth weiter. Auffallend sei aber, dass vor allem das Gastgewerbe mit nur 157 Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von über 28 Prozent verzeichnet hat. In dieser Branche sei auch die Zahl der Abmeldungen (189) um 5,5 Prozent niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Bemerkenswert ferner: Unter der Rubrik Kunst, Unterhaltung und Erholung wurden 46 Anmeldungen registriert. Dies sind sogar rund 53 Prozent weniger als 2010. Die Zahl der Abmeldungen (70) sank hier ebenfalls um rund 10 Prozent.

Stärkstes Segment in der Statistik ist die Rubrik Handel; Instandsetzung und Reparatur von Kfz mit 445 Anmeldungen (Rückgang von 3,7 Prozent) und bei 452 Abmeldungen (minus 7,6 Prozent). Im Baugewerbe gab es 230 Anmeldungen (im Vergleich zu 2010 plus 7 Prozent) und 200 Abmeldungen (plus 29 Prozent).

Unternehmensinsolvenzen in Braunschweig 2002 – 2012 (pdf; 0,15 MB)