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DEUMU bringt Hafen rund zehn Prozent mehr Umschlag

DEUMU bringt Hafen rund zehn Prozent mehr Umschlag

Langfristiger Vertrag macht Arbeitsplätze sicherer

Die Deutsche Erz- und Metall-Union GmbH (DEUMU), Peine, wird im Hafen Braunschweig einen weiteren Schrottumschlagplatz einrichten. Auf einer 10.000 Quadratmeter großen Fläche wird zukünftig Schrott zum Einschmelzen im Elektrostahlwerk der Peiner Träger GmbH (PTG) umgeschlagen. Beide Gesellschaften gehören zur Salzgitter AG.

Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten im Beisein des städtischen Wirtschaftsdezernenten Joachim Roth, zugleich Aussichtsratsvorsitzender der Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig mbH, deren Geschäftsführer Jens Hohls und Uwe Rehren, Geschäftsführer der DEUMU, am Montag, 30. Januar 2012.

„Ich freue mich, dass sich mit der DEUMU ein weiteres Unternehmen der Salzgitter AG, einem der bedeutendsten Konzerne in Niedersachsen, in Braunschweig ansiedelt“, betonte Joachim Roth. „Damit konnte ein großes und bedeutendes regionales Wirtschaftsunternehmen als langfristiger Kunde im Massengütergeschäft gewonnen werden. Dadurch wird dieses Segment wesentlich gestärkt und die Position des Braunschweiger Hafens als bedeutender Umschlagplatz für die Region weiter gefestigt.“

Mit der Neuansiedlung der DEUMU, die im Salzgitter-Konzern für die gesamte Schrottversorgung zuständig ist, werde die Bedeutung des Hafens Braunschweig hinsichtlich der Qualität der Abwicklung und der Standortgüte deutlich. „Um eine kontinuierliche Schrottversorgung der PTG zu gewährleisten und Engpässe in der Logistikkette zu vermeiden, ist die Einrichtung verkehrsgünstig gelegener Umschlagsplätze wichtig“, sagte Uwe Rehren bei der Vertragsunterzeichnung. „Dabei spielt die Verknüpfung der Verkehrsträger eine besonders wichtige Rolle“.

„Der Schrott wird per Schiff in Braunschweig ankommen. Je nach Bedarf wird er hier auf Bahnwaggons umgeladen, da die Anlieferung im Stahlwerk per Bahn erfolgen muss“, machte Dr. Detlef Alsleben, ebenfalls Geschäftsführer der DEUMU, bereits bei den Vertragsverhandlungen deutlich. „Wir rechnen mit einem Aufkommen über den Platz in Braunschweig von jährlich rund 100.000 Tonnen“.

Im Braunschweiger Hafen würden jährlich bis zu einer Million Tonnen verschiedenster Güter und rund 60.000 Standardcontainer umgeschlagen, sagte Roth. Mit der Neuansiedlung der DEUMU steige der Umschlag auf einen Schlag um rund zehn Prozent. So könnten die Hafenanlagen noch besser als bisher ausgelastet werden.

Der Pachtvertrag zwischen Hafenbetriebsgesellschaft (HBG) und DEUMU hat eine Laufzeit über 20 Jahre und umfasst eine Verlängerungsoption darüber hinaus. „Mit dem dadurch langfristig erhöhten Aufkommen an Hafengebühren aus dem garantierten Umschlagsvolumen erzielt die HBG eine nachhaltige und fest kalkulierbare Verbesserung ihres Geschäftsergebnisses“, betonte Hafen-Geschäftsführer Hohls. „Außerdem ist es dadurch gelungen, zehn Arbeitsplätze im Hafen Braunschweig über einen längeren Zeitraum sicherer zu machen.“

Im Jahr 2011 erzielte der Braunschweiger Hafen, Teil des Konzerns Stadt Braunschweig, einen Massengutumschlag von über 776.000 Tonnen (2010: 763.000) und rund 62.500 Standardcontainer (2010: 56.800). Auch wenn der Güterum-schlag immer wieder unbeeinflussbaren Schwankungen unterliegt, hat sich der Braunschweiger Hafen gut entwickelt: Im Jahr 2000 lag der Massengutumschlag noch unter 580.000 Tonnen und die Zahl der umgeschlagenen Standardcontainer bei 7.700.

Mit dieser Aktivität einer Gesellschaft der Salzgitter AG hat die HBG ein weiteres bedeutendes Unternehmen der Region für den Umschlag im Hafen Braunschweig gewinnen können. Weitere Geschäftspartner sind bekannte Unternehmen wie New Yorker, Ikea, Volkswagen, MAN Nutzfahrzeuge sowie die Brauerei Wolters, BS|Energy und Fürstenreform.

Das Foto zeigt (von links) den Geschäftsführer der Hafenbetriebsgesellschaft Braunschweig, Jens Hohls, deren Aufsichtsratsvorsitzenden Joachim Roth und Uwe Rehren, Geschäftsführer der DEUMU, bei der Vertragsunterzeichnung im Braunschweiger Hafen.