Flagge: englisch Home Kontakt Links Downloads Site Map Suche
Logo: Innovatives Niedersachsen Logo: ADT

Hotelansiedlung krönt erfolgreiches Jahr 2011

Roth: Zufriedenheit der Wirtschaft mit Standort Braunschweig ist Bestätigung für gute Arbeit der Wirtschaftsförderung

„Die Wirtschaftsförderung ist in Braunschweig gut aufgestellt. 2011 war ein gutes Jahr, in dem wir wichtige und schwierige Projekte vorantreiben konnten. Auch ist die Stimmung in der Braunschweiger Wirtschaft hervorragend, denn sie hat ihrem Standort Bestnoten gegeben. Das werte ich auch als Kompliment für die Arbeit der Braunschweig Zukunft GmbH “, resümierte Joachim Roth, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH und Wirtschaftsdezernent der Stadt, als er eine Bilanz der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft vorlegte und dabei auf eine Umfrage unter 80 Braunschweiger Unternehmen im Rahmen des jüngst von Wirtschaftswoche und Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft veröffentlichten Städterankings einging.

Danach fühlten sich die Unternehmen in Braunschweig wohl und schätzten sowohl die Standortqualitäten der Stadt als auch die niedrigen Kosten bei Ansiedlungen und das Kostenbewusstsein der Verwaltung. „Bei allen Indikatoren zum Wirtschaftsstandort schneidet die Stadt im bundesweiten Vergleich sehr gut ab, sei es das Kostenbewusstsein der Verwaltung (Patz 1), die Wirtschaftsfreundlichkeit (Platz 2), die Standortqualität (6), die niedrigen Kosten der Unternehmensansiedlung oder der gestiegene, hohe Anteil hochqualifizerter Menschen unter den Beschäftigten (4)“, sagte Roth.

Besonders freue ihn, dass fast 90 Prozent der hiesigen Unternehmer Braunschweig erneut als Standort wählen würden. Dies führe er auf eine erfolgreiche Netzwerktätigkeit mit Verbänden und Institutionen sowie kurze Wege zur Stadtverwaltung zurück. Die Funktion der Braunschweig Zukunft als zentraler Ansprechpartner bei Genehmigungsverfahren habe sich bewährt. Das Arbeitsfeld der Unternehmensgründungen werde intensiv bearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Bestandsunternehmen sei gut. Sie würden aktiv bei ihrer Weiterentwicklung unterstützt.

„Das Ergebnis ist eine erfreuliche Bestätigung der bekannt zukunftsträchtigen Entwicklung unserer Stadt. Unsere Wirtschaftsfreundlichkeit wirkt sich für alle positiv aus“, fuhr Roth fort. Als Gegenleistung erhalte die Stadt weder Gebühren noch Beiträge, dafür aber Arbeitsplätze und Gewerbesteuer. Im Vergleich zu 2005 sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 103.445 auf 112.428 (Stand 30.06.2011) um fast 9.000 und damit um rund neun Prozent gestiegen und die Zahl der Arbeitslosen habe damit den niedrigsten Stand seit 1984 erreicht. „Und die Gewerbesteuer als wichtigste Einnahmequelle der Stadt hat sich 2011 ebenfalls äußerst positiv entwickelt.“

Die soliden Finanzen der Stadt hätten wiederum wichtige Investitions- und Ausgabeentscheidungen ermöglicht, seien es Rekordausgaben für Schulen und Kinderbetreuung, durch die sich Familie und Beruf besser vereinbaren lassen, oder der Bau des Freizeitbades und der Ausbau des Stadions, die den Freizeitwert und damit die Attraktivität der Stadt erhöhen. Roth: „Damit schließt sich der Kreislauf, denn solche Qualitäten machen Braunschweig als lukrativen Standort interessant - für Unternehmen ebenso wie für qualifizierte Arbeitskräfte.“

Auf ihren Lorbeeren werde sich die Braunschweig Zukunft GmbH gleichwohl nicht ausruhen. „Gut ausgebildete Fachkräfte werden ein immer wichtigerer Standortfaktor. Deshalb messen wir dem Nachwuchs für die Wirtschaft besondere Bedeutung bei und beteiligen uns an dem Konzept „Berufsorientierung Braunschweig (BOBS) der projekt Region Braunschweig GmbH“, fuhr Roth fort. „Dieses neue Projekt ist Teil unseres umfassenden Dienstleistungspakets für die Braunschweiger Wirtschaft, die zunehmend unter Fach- und Führungskräftemangel leidet.“ Damit werde den Jugendlichen an allgemeinbildenden Schulen in Braunschweig in einem schulübergreifenden Ansatz eine vertiefte Berufsorientierung entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten angeboten, bei dem auch deren Eltern eingebunden werden.

BOBS sei im vergangenen Jahr mit 80.000 gefördert worden. In diesem Jahr seien es 265.000 Euro und 2013 300.000 Euro, die dafür aus dem Budget der Braunschweig Zukunft bereit gestellt würden. Dieses neue finanzielle Engagement habe auch zu einer Erhöhung des im Wirtschaftsplan aufgeführten Fehlbedarfs der Wirtschaftsförderungsgesellschaft beigetragen. „Trotzdem wird 2011 ein gutes Ergebnis erzielt, denn wir sind damit bei unseren bisherigen Aufgaben 11.000 Euro unter unserem Planansatz von 830.000 Euro geblieben“, betonte Roth. Im Jahr 2004 habe der Fehlbetrag schon einmal bei 1,2 Mio. Euro gelegen.

„Die Ansiedlung eines Vier-Sterne-plus-Hotels in der Nimesstraße, für die ein Ratsbeschluss vom 7. Oktober die Grundlage ist, krönt das erfolgreiche Jahr 2011“, führte Roth weiter aus. Für das Hotel werde schnellstmöglich ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Läuft alles nach Plan, könnte bis Ende Februar die Baugenehmigung erteilt werden. Die Fertigstellung sei für Ende 2013 vorgesehen.

Auch ein weiteres Großprojekt sei einen wichtigen Schritt voran gekommen: die Entwicklung der rund 150.000 Quadratmeter großen, verkehrsgünstig gelegenen Freiflächen des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerkes, das gemeinsam mit der Hochtief-Tochter Aurelis Real Estate vermarktet werden soll. Dafür wolle die Stadt noch bis Ende dieses Jahres das erforderliche Planungsrecht schaffen, damit an diesem attraktiven Standort möglichst schnell qualitativ hochwertige Ansiedlungen möglich werden, kündigte Roth an. Dieses Projekt wurde neben dem Projekt BrawoPark am Hauptbahnhof und dem Umbau des ehemaligen Fernmeldeamtes Kattreppeln im Oktober erfolgreich auf der europäischen Leitmesse für Gewerbeimmobilien ExpoReal präsentiert.

Als vorbildlich bezeichnete Roth das Gründernetzwerk in Braunschweig, das ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Braunschweig Zukunft GmbH ist. Darin haben sich mit 19 Organisationen und Institutionen von Wissenschaftseinrichtungen über Banken und Arbeitsagentur bis zu Verbänden alle Akteure zusammen gefunden haben, die Gründern bei ihren Start ups helfen können. „Damit erreichen wir eine Betreuung junger Gründer, die sämtliche Bereiche des Geschäftslebens abdeckt“, sagte Roth.

Neu für die Wirtschaftsförderung ist das in der Öffentlichkeit noch weitgehend unterschätzte, sich in Braunschweig aber überaus dynamisch entwickelnde Topthema „eHealth“. Dahinter verbirgt sich die Erforschung und Erprobung elektronischer Systeme, Produkte und Dienstleistungen, die es Menschen in einer alternden Gesellschaft erlauben, so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen. Dazu soll ein Netzwerk oder Exzellenzcluster entstehen, in dem Handwerk und Wohnbauunternehmen von Entwicklungen regionaler Forschungseinrichtungen profitieren, die ihre Partner im Gegenzug über praktische Erfahrungen informieren. „Auf diesem Gebiet besteht ein zukunftsträchtiges, großes Wachstumspotential nicht nur für die klassische Gesundheitswirtschaft“, sagte Loof. „Deshalb fördern wir das Handwerk im Rahmen dieses Exzellenzclusters mit 125.000 Euro aus Regionalmitteln der EU.“

„Mit dem Ausbau des Forschungsflughafens zu einem international herausragenden Zentrum von Forschung und Wissenschaft, wächst die Zugkraft Braunschweigs für technologieorientierte Unternehmen aus dem Bereich der Mobilität“, ergänzte Geschäftsführer Ingo Loof. Beispiele dafür seien zwei Betriebsverlagerungen in das Gewerbegebiet Forschungsflughafen-West bzw. Forschungsflughafen-Nordwest: Das Unternehmen Simtec entwickelt dort Testanlagen für Automobil- und Flugzeugkomponenten und die Firma „sms - smart microwave sensors“ Radarsensorik für automobile und industrielle Anwendungen.

Beachtlich die Nachfrage nach Gewerbeflächen generell: Im vergangenen Jahr wurden über 125.000 Quadratmeter an acht Unternehmen verkauft. Das größte mit 40.000 Quadratmetern ging an die BÄKO, ein Fachgroßhandel für Bäcker und Konditoren im interkommunalen Gewerbegebiet Waller See. „Der Standortwechsel von BÄKO nach Braunschweig erfolgte einvernehmlich mit der Stadt Wolfenbüttel“, betonte Loof.

Ein Auszug aus den Aktivitäten der Braunschweig Zukunft GmbH

25 Jahre Technologiepark

Zu den Kernaufgaben der Braunschweig Zukunft GmbH gehört das Management des Technologieparks, der Gründern technologieorientierter Unternehmen Arbeitsbedingungen nach dem Motto „Man muss sich nur noch hinsetzen und kann loslegen“ bietet. Derzeit sind dort 23 Unternehmen untergebracht. Der Technologiepark ist ein Erfolgsmodell. Unter seinem Dach entstanden seit seiner Gründung vor 25 Jahren 117 noch heute am Markt tätige Unternehmen, die 1.400 Arbeitsplätze geschaffen haben. 90 Prozent von ihnen sind in Braunschweig geblieben. Wegen seiner hohen Qualität wurde der Technologiepark im Jubiläumsjahr vom Bundesverband deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren als anerkanntes Innovationszentrum ausgezeichnet.

Gründungsförderung und –beratung / Veranstaltungen für Gründer 2011

Die Braunschweig Zukunft GmbH hat Existenzgründern neben individuellen Einzelberatungsgesprächen (175 Gespräche bis Ende Dezember) auch ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm angeboten. Dieses teilte sich in die Bereiche Großveranstaltungen, Gründerforen, Beratungstage und Seminare auf. Höhepunkte der insgesamt 18 Veranstaltungen waren der 4. Braunschweiger Gründerinnentag am 6. April 2011 in der Öffentlichen Versicherung Braunschweig und die 4. Braunschweiger Gründungswoche vom 26. bis 30. September 2011.

4. Braunschweiger Gründungswoche

Vom 26. bis 30. September 2011 veranstaltete das Gründungsnetzwerk Braunschweig die 4. Braunschweiger Gründungswoche. Mit rund 700 Teilnehmern an 18 Veranstaltungen war die Gründungswoche wieder ein voller Erfolg. An fünf aufeinander folgenden Tagen wurden Existenzgründern kostenlos Vorträge, Informationsveranstaltungen, Workshops und Experten- und Diskussionsrunden an sieben verschiedenen Standorten innerhalb Braunschweigs geboten. Die Veranstaltungen im Rahmen der Gründungswoche fanden bei einigen Partnern des Gründungsnetzwerkes Braunschweig statt, das mit seinen 19 Mitgliedern gemeinsam das Programm nach dem aktuellen Bedarf junger Unternehmer und potenzieller Existenzgründer entwickelt hat. Aus den zahlreichen Kontakten während der Woche haben sich weitere vertiefende Beratungsgespräche mit Existenzgründern und Jungunternehmern angeschlossen.

Unternehmensinsolvenzen in Braunschweig

In Braunschweig ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. September 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 53 um 7 Prozent gesunken. Im gesamten Jahr 2011 ist daher mit ca. 70 Unternehmensinsolvenzen zu rechnen, so dass hier wieder ein sehr niedriges Niveau erreicht werden kann.

Braunschweiger Technologieforum

Die Braunschweig Zukunft GmbH und die TU Braunschweig arbeiten beim Wissens- und Technologietransfer bereits seit langer Zeit eng zusammen. Um den wichtigen Prozess des Wissens- und Technologietransfers weiter voranzutreiben fand 2011 wieder zweimal (insgesamt bislang fünf Veranstaltungen) das Braunschweiger Technologieforum statt. Verschiedene Institute der TU Braunschweig stellten auf dem Forum ihre Projekte zu den ausgewählten Themen vor, die ein besonderes Potenzial für den Technologietransfer aufweisen und darauf warten, in die Praxis umgesetzt zu werden. Das Technologieforum ist Teil des Kooperationsvertrages, den die TU Braunschweig und die Braunschweig Zukunft GmbH Anfang März 2011 unterzeichnet haben.

Braunschweiger Jungunternehmerforum - Neues Veranstaltungsformat 2012

Um auch dem Bedarf bereits gegründeter, aber noch junger Unternehmen gerecht zu werden, soll 2012 erstmals ein von der Braunschweig Zukunft GmbH organisiertes Jungunternehmerforum stattfinden. Hier sollen ausgewählte junge Unternehmen sich mit ihren Produkten und Dienstleistungen vorstellen und Kontakte zu etablierten Unternehmen aus Braunschweig aufbauen können.