Foto: 1.v.l. Joachim Roth, 4.v.l. Arundhati Mukherji, 6.v.l. Uwe Schwanke
„Es ist leicht, in Braunschweig Familie und Kinder zu organisieren, alles ist mit dem Fahrrad zu erreichen, aber eine Wohnung ohne Küche zu vermieten, wäre in Portugal unvorstellbar“, sagt Dácia Correia lachend. Sie lebt seit August mit ihren zwei Kindern und ihrer Mutter in Braunschweig. Die Stadt sei sehr schön, die Menschen hilfsbereit, nur dass es im Winter so früh dunkel würde, sei sehr gewöhnungsbedürftig.
Die meisten Gäste des vierten Treffens der ausländischen Fach- und Führungskräfte, zu dem die Stadt am 14. November eingeladen hat, erzählen von Dingen, an die man sich erst gewöhnen muss, doch sie erzählen auch, dass es viel Hilfe gäbe, um sich einzuleben.
Dazu gehören auch zwei Institutionen, die International Women’s Association und die Internationale Schule, die von vielen Neu-Braunschweigern sehr begrüßt werden und die Marianne Wandt und Arundhati Mukherji jeweils vorstellten.
Wirtschaftsdezernent Joachim Roth geht in seinem Grußwort auf den hiesigen Arbeitsmarkt ein: „Es ist bekannt, dass Braunschweigs Ruf als Stadt der Forschung und Wissenschaft auf den zahlreichen Forschungsinstituten und dem gelungenen Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verdankt. Damit geht einher, dass der Anteil Hochquali-fizierter an allen sozialversicherungspflichtig Be-schäftigten in Braunschweig sehr hoch ist. Das diesjährige Städteranking der Wirtschaftswoche ergab, dass der Zuwachs in Braunschweig der höchste aller fünfzig deutschen Großstädte ist. Wir können Ihnen hier am Standort also einen interessanten Arbeitsmarkt und gute Perspektiven für Ihre weitere berufliche Entwicklung bieten.“
120 Gäste aus 27 Nationen waren der Einladung in die BMA gefolgt, wo sie von Vorstandsmitglied Uwe Schwanke herzlich begrüßt wurden. „Die BMA ist gern Gastgeber dieses internationalen Treffens, sind wir mit unseren nahezu 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern doch in fünf Ländern auf fünf Kontinenten ständig präsent, in 80 Ländern vertreten und jedes Jahr in ca. 70 Ländern aktiv. Daher haben viele unserer Mitarbeiter persönliche Erfahrungen im inter-kulturellen Austausch.“
Auch beim Programm war für jeden Geschmack etwas dabei: drei junge Flötistinnen der musischen Akademie, ein Cello-/Querflötenduo unter der Leitung von Robert Eckert, ein Pantomime und vor allem allerlei Handwerkliches und Künstlerisches für die 30 Kinder. Diese hatten ohnehin am wenigsten Probleme, miteinander in Kontakt zu kommen – Spielen ist international, ob in China, Europa oder Amerika.