Foto v.l.: Paul Anfang, Vorstand BS ENERGY, Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, Joachim Roth, Geschäftsführer der Braun-schweig Zukunft GmbH
Über 300 Gäste konnte Joachim Roth, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH, beim traditionellen Braunschweiger Unternehmergespräch begrüßen, das in diesem Jahr beim Energieversorgungsunternehmen BS Energy zu Gast war.
Joachim Roth, ging in seinen Begrüßungsworten auf die Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Braunschweig sowie der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade ein, die nach einer tiefen Talsohle erste positive Anzeichen zeige.
Darüber hinaus stellte er „drei Säulen zur Zu-kunftsoffensive“ vor. Dabei hob er das jüngste Unternehmen im Technologiepark, die Firma Komola, hervor. Das Software-Unternehmen wurde vor wenigen Wochen von den beiden Schülern Sebastian Hoitz und Thomas Schaaf gegründet. Des weiteren stellte er Schüler und Lehrer der Christopherusschule vor, die ein Selbststeuerungssystem für Se-gelboote entwickelt haben und die Gründerin von HeMin Metalltechnik, die in diesem Jahr den zweiten Platz beim niedersächsischen DurchSTARTer erhalten hatte. Auch diese Beispiele zeigten, so Roth, dass Braunschweig seinen Namen als die Forschungs- und Wissenschaftsstadt verdient habe.
Viele Gäste bewerteten es im Gespräch als besonders positiv, dass endlich auf die junge Generation mit ihren Ideen und ihrem Elan aufmerksam gemacht wird.
Ebenfalls stellte Roth das Projekt „Wirtschaft in die Schule vor“ und warb um weitere Un-terstützung aus der Wirtschaft für dieses überregional beachtete Projekt.
Auch Paul Anfang, Vorstandsmitglied des Energieversorgungsunternehmens BS Energy, thematisierte die Zukunft in seinem Grußwort, namentlich die Zukunft der Energie sowie die Elektromobilität. Um dies stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, überreichte er Dr. Hoffmann und Professor Hesselbach, dem Präsidenten der TU Braun-schweig, je einen Elektroroller für eine einjäh-rige Testphase.
Der Hauptredner des Abends, Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann, stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf Braunschweig und ging im Detail auf die daraus resultierende Herausforderung für die Stadt ein. Braunschweig hat bei den Gewerbesteuern einen Einbruch von 160 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 90 Millionen Euro in diesem Jahr zu verkraften. Eine Entspannung dieser Lage sei nicht vor 2011 zu erwarten.
Doch auch bei Dr. Hoffmann überwog der positive Blick nach vorn: „Wir sind auf diese schwierige Situation sehr gut vorbereitet. Anders als viele Städte können wir uns durch einen konsequenten Sparkurs, eine überlegte Ausgabenpolitik und sinnvolle Privatisierungen in den letzten Jahren nicht nur die laufenden Ausgaben leisten, sondern auch in-vestieren. Wir sind wohl die einzige Stadt in Deutschland, die das in der jetzigen Lage ohne weitere Schuldenaufnahme schafft.“
Als Beispiele nannte er die Flughafenerweiterung, den Stadionumbau, den Neubau des Erlebnisbads und die umfassenden Schulsanierungen.